Grundschule Zellertal

Projekt Draußenschule

Seit letztem Schuljahr "erproben" drei Klassen mit ihren Lehrerinnen den Unterricht im Freien.

Die Möglichkeit eines regelmäßig bewussten Erlebens der natürlichen Umwelt, unterstützt durch den Modellcharakter des Projektes stellt für uns eine besondere Motivation dar. Die Lehrkräfte sehen im Projekt „Draußenschule“ die Chance, den Schülern ein intensives „Lernen mit allen Sinnen“ zu ermöglichen und ihre Basiskompetenzen zu schulen. Eine regelmäßige Begegnung mit der Natur fördert Fantasie, Kreativität und Flexibilität und bereichert den „normalen“ Schulalltag nachhaltig.

Durch die Aufhebung der Klassenraumsituation ergibt sich ein neues soziales Lernen, in dem u.a. die Kommunikations- und Konfliktfähigkeit gefördert und damit die Lebenskompetenzen gestärkt werden. Nicht zuletzt stellt das Projekt auch im Bereich der Motorik, der Körperkonstitution und der Körperkondition eine wichtige neue Herausforderung für die Schüler dar.

Die Klassen werden regelmäßig über ihre Unternehmungen berichten!

 

Tag der Artenvielfalt am 15.6.2015 – Wir entdecken die Wiese

Zum diesjährigen Tag der Artenvielfalt machten sich die drei Draußenklassen 1b, 2a und 3b der Zellertal – Schule gemeinsam auf den Weg, eine nahe gelegene Wiese zu erkunden. Schon seit Beginn dieses Schuljahres verbringen die drei Klassen regelmäßig Unterricht im Freien, um dort mit und in der Natur zu lernen. 

Neben einem mit Becherlupen, Insektenbox und Bestimmungsbüchern bepackten Bollerwagen, gehörten auch klappbare Tische und Bänke zur Ausstattung. Ankommen – Aufbauen - klassenübergreifende Forscherteams bilden, dann konnte die Entdeckungstour beginnen.

Motiviert und mit Freude stürmten die kleinen Entdecker in die Wiese und sammelten unterschiedlichste Halme, Blüten und Blätter. Diese klebten sie dann in einem ersten Schritt auf einen großen Karton, um sie anschließend mit Hilfe von Bestimmungsbüchern richtig zu beschriften. Das allerdings war gar nicht so einfach: Schnell stellten die Forscherteams fest, dass es doch recht viele Pflanzen mit z.B. lila Blüten gibt, die auf den ersten Blick fast gleich aussehen. Eine Unterscheidung war trotz intensiven Suchens in den Bestimmungsbüchern kaum möglich. Dennoch präsentierten die Gruppen stolz ihre Wiesen – Entdecker – Plakate den anderen Kindern.

Danach schnappten sich die Forscher Becherlupen und Insektenboxen, um herauszufinden, wer denn auf der Wiese so wohnt. Alles, was kriecht, krabbelt und fliegt (und erwischt werden konnte), wurde genauer betrachtet. Außerdem wurde versucht, den Wiesenbewohnern den Aufenthalt in den Boxen so angenehm wie möglich zu gestalten.

Nachdem die Kinder alle gesammelten Tiere in einem Museumsrundgang angeschaut hatten, und deren Namen geklärt waren, wurden alle Gefangenen wieder frei gelassen.

Auch wir machten uns auf den Heimweg, in dem Bewusstsein, dass es auf der Wiese ganz schön viele Tier- und Pflanzenarten gibt.

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